Nachdem mein Zentralgestirn eine beachtliche Menge an Blogtext vorgelegt hat, muss ich nun mindestens gleichziehen. Ich tue das mit etwas schlechtem Gewissen, weil ich gestern “gesündigt” habe. “Im Gschäft” gab es gestern ein spontanes aber orgiastisches Würstlegrillen , an dem auch ich mich schadlos hielt. Ich habe mir somit die Investition für ein eigenes Mittagessen erspart. Das dürften fast 2€ gewesen sein.
Auch mein Auto bemüht bereits die Ausnahmeregelung, weil nach einem nächtlichen Marderbesuch das Kühlwasser nur so untern raus plätschert – und ich möchte das nicht mit Leukoplast-S beheben.
Auf der Habenseite möchte ich noch ein buntes Bild zeigen, das auf den Daten beruht, die mein Schatz in mühsamer Recherchearbeit zusammengetragen hat. Die folgende, sehr kalorienarme Torte zeigt das Geld, das uns (zwei Personen →DNINKS) monatlich zur Verfügung steht.

Bei knapp 250€ für Nahrung und Getränke werden wir wahrscheinlich nicht verhungern. Interessant war für mich aber auch, dass der zweitgrößte Posten bereits “Freizeit, Unterhaltung, Kultur” ist, noch vor “Bekleidung und Schuhe”. Es ist zwar klar, dass man gerade dann, wenn man keine Arbeit hat, auch Ablenkung braucht, verglichen mit dem Betrag für ein ganzes Kind (250€) ist das aber doch recht viel. Es besteht aber natürlich keine Verpflichtung, das Geld in genau diesem Anteil auszugeben.
Andererseits ist es schon interessant, nachzuvollziehen, wie realistisch die Annahmen des Gesetzgebers (zur Erinnerung, das sind die überbezahlten Idioten, die regelmäßig vom Bundesverfassungsgericht auf den Boden der Tatsachen zurück gewatscht werden müssen) in diesem Zusammenhang sind.
Und hier der voll krass konkrete Fakten-Blog. Auch heute beginnt der Tag mit einem selbst gemixten Haferflocken- Schokolade-Rosinen-Müesli, das ich auf ca. 45 Cent pro Portion (inklusive Milch) kalkuliere. Die 2-3 Liter grünen Tees, die ich im Lauf des Tages trinke kommen insgesamt auf ca. 10 Cent, eine vernachlässigbare Summe. Mittags muss ich die zweite Portion Spaghetti aufarbeiten, bevor diese im Kühlschrank der allgemeinen Verwesung anheim fällt. Und ich würde mir eigentlich ein Buch von Udo Pollmer bei Amazon bestellen, versage mir diesen Wunsch aber.
Dennoch beginne ich zu glauben, dass ich mein Lebenswandel unter Hartz-IV-Bedingungen überhaupt nicht ändern wird.




