Schreiben für einen Leser

09.08.2010 21:16 von /cbx, derzeit 1.2428 Kommentare

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Oder gegen? Für wen eigentlich? Ja, für wen schreibe ich das Zeug hier eigentlich?

Nun, das lässt sich sehr einfach beantworten. Natürlich für mich. Nur für mich. Weil ich diesen verbalen Unrat aus meinem mechanischen Hirn irgendwohin abbloggen muss, damit sich die wenigen grob geschnitzten Zahnräder nicht auch noch verklemmen.

Ich schreibe auch um mich daran aufzugeilen, dass einige hundert Leute meine Geschichte über “Melanie Hofmann, die jetzt Schneider heißt” lesen. Es ist noch geiler, wenn sich hin und wieder ein Kommentar findet, der meine Worte als nützlich bezeichnet, sich vielleicht sogar bedankt.

Trotzdem ist es letztlich nur ein Akt von Eitelkeit. Eine gute Freundin hat mir unlängst so punktgenau geschrieben: “Du bloggst? Nein, das habe ich nicht gewusst. Ich lese keine Blogs. Ich schau’ ja auch keinem freiwillig beim Wixen zu”

Wow! Das saß. So bleibt mir gegenüber dem mit Socken und Parka bekleideten Unhold im Park nur noch ein winzig kleiner moralischer Vorsprung. Hier muss wirklich niemand hinsehen, wenn er nicht will.

Ich habe jetzt den Header mit den “Top Themen” entfernt. Was ein Top-Thema ist, entscheidet ohnehin nur der Heilige Google – und nach dessen Urteil sind die wirklich schwerkriminellen und gefährlichen Arschlöcher von Okuma, Dai-Ichi und Sakura eben uninteressante Nebenerscheinungen in der strahlenden Welt von “Blondina Helmrich”, dem Axolotl (siehe oben) und “Melanie Hoffman/Schneider”.

Und ich bin eine transiente Nebenerscheinung im Schatten dieser Nebenerscheinungen.

/cbx, Kategorie: Rant & Grant -

 

Eigener Senf dazu?

  1. Jürgen gab am 10. August 2010, 01:08 folgenden Senf dazu:

    Hi!
    … und DANKE!
    Obwohl ich zum Glück bisher einfach auch nur viel gelacht habe, bei den ganzen Unsinnsmails. Aber es ist irre, wieviele Menschen darauf hinein fallen, bei denen ich das nicht vermutet hätte…
    Viel Erfolg noch!
    Jürgen

    /cbx meint dazu:
    Danke nochmals Jürgen!
    Manchmal kann einem das Lachen da schon im Hals stecken bleiben.

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