Bloß nicht zu viel Optimismus auf einmal

28.08.2010 20:54 von /cbx, derzeit 0.49671 Kommentare

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Das würde ja die ganze schöne Rant & Grant-Stimmung zerstören. Doch Hilfe naht. Woher? Natürlich von der Leitkuktur! Gerade in allen TV-Nachrichten und in den meisten Onlinemedien zu finden:

Die Mitglieder der Tea-Party-Sekte drehen so richtig am Rad!

Die 2009 von den verzweifelten Wahlverlierern um die Anziehpuppe Sarah Palin formierte Tea-Party-Bewegung hat heute auch nach den beschämend niedrigen ethischen Maßstäben der US-Republikaner so richtig, richtig fett auf die Kacke gehauen.


Tina Fey als Anziehpuppe Sarah Palin, wenigstens lustig

In Gegenwart von Frau Palin und unter den messianischen Einflüsterungen von Glenn Beck, einem Alkoholiker (muss man als erfolgreicher Republikaner wohl sein →G.W.Bush) und TV-AgitatorModerator, empörten sich tausende aufrechter Amerikaner über den Werteverfall, das politische Establishment in der Hauptstadt und gegen “big government” – zu viel staatlichen Einfluss.

Na und? Die üblichen untergriffigen Schlammschlachten in der demokratischsten Demokratie der Welt? Mag sein. Damit und mit der inflationären Bemühung eines – wohl sehr amerikanischen – Gottes kann ich leben. Heute aber sind die bigotten Prediger der heiligen Marktwirtschaft von eigenen Gnaden für mich einen entscheidenden Schritt zu weit gegangen.

Diese makabere Veranstaltung, die sich praktisch ausschließlich gegen den schwarzen Präsidenten Obama richtet, an dem Tag und dann auch noch just an jenem Ort durchzuführen, wo der schwarze Bürgerrechtler Martin Luther King vor 47 Jahren seine historische “I Have a Dream” Rede hielt, das ist eine Provokation, die geeignet ist, alle diesbezüglichen Errungenschaften der letzten 150 Jahre zunichte zu machen.

Aber hey, wer wird denn an kulturelle und zivilisatorische Errungenschaften denken, wenn es gilt, die nächste Wahl zu gewinnen?

/cbx, Kategorie: Rant & Grant -

 

Eigener Senf dazu?

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