Am Ende der Empathie...

03.11.2010 08:06 von /cbx, derzeit 2.52743 Kommentare

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…bleibt immer noch eine unüberschaubare Masse von echten 120%-Vollidioten übrig. Ich habe hier an dieser Stelle ja wahrlich oft genug über Idiotenfallen im Web berichtet – auch in der Absicht, jene, die immerhin noch gelegentlich zweifeln, mit Informationen zu versorgen.

Manchmal allerdings – und heute ist so ein Tag – verlässt mich sämtliche Empathie. In der Inbox von Pizpot Gargravarr findet sich heute dieses Mail:

Dem Googlebot zuliebe zitiere ich die interessantesten Stellen noch als Text:

Wir bieten Ihnen einfache Arbeit an, die keine spezielle Fertigkeiten und keine Geldanlagen verlangt. Sie können diese Arbeit mit Ihrer Hauptarbeit vereinbaren. Mit uns können Sie leicht 5000-6000 Euro pro Monat verdienen, dabei brauchen Sie für diese Arbeit 2-3 Stunden pro Tag 1-2 Mal pro Woche.
[…]
Wenn Sie Interesse an diesem Arbeitsangebot haben, schicken Sie uns folgende Daten auf unsere e-Mailadresse de@sopein.com:

Mehr möchte ich nicht zitieren, denn es geht wieder einmal um “Finanzagententätigkeit”.

Mal im Ernst, Leute: Fünftausend Euro für knapp 20 Stunden “Arbeit” die jeder Lulli machen kann (die “keine spezielle Fertigkeiten und keine Geldanlagen verlangt”)? Ja geht’s noch?

Ganz ehrlich: Wer sich ernsthaft auf so ein Angebot bewirbt, der sollte einfach rückstandsfrei aus dem menschlichen Genpool entfernt werden. Punkt.

/cbx, Kategorie: Rant & Grant - Faule Jobangebote

 

Eigener Senf dazu?

  1. Thora gab am 3. November 2010, 19:44 folgenden Senf dazu:

    Welche böse Absicht verfolgen die Gauner mit der Sprachnachricht auf der Telefonnummer +49 2019 589 9957 ? Wird das benutzt um das online Banking freizuschalten und das Geld ein Tag nach der Überweisung wieder an jemanden anderes zu überweisen? :)

    /cbx meint dazu:

    Möchtest Du nicht mal via Skype (Nummer 1234567) dort angerufen? Wär mal ein netter Versuch. Immerhin bekommen die nämlich normalerweise mit dieser Methode zu 99% eine bestätigte Telefonnummer.

  2. Ch0pain gab am 3. November 2010, 20:02 folgenden Senf dazu:

    Man sollte die Adresse de@sopein.com mit ganz vielen falschen Namen und Kontonummern füttern! Das dürfte für die Kontohacker besonders schmerzlich sein, wenn das gehackte Geld auf ein ungültiges Konto geht, und daher wieder zurück auf das richtige Konto :) Ich finde übrigens auch diese Gauner sollten aus dem Geenpool entfernt werden, denn diese verstoßen gegen die 10 Gebote. Die naiven AllesIstGutGlauber haben bereits per Definition ihre Eintrittskarte in das Paradies für ein eventuelles Leben nach dem tot.

    /cbx meint dazu:

    Lieber anonymisierter Kommentator, Deine Idee ist ja nicht gerade aufregend neu, mein Leser "1337-h4x0r" hat sowas ja schon gelegentlich gemacht. Wenn man das Zeug aber als Email schicken soll, greifen herkömmliche HTTP-Spam-Methoden nicht. Spamattacken per Mail lassen sich aber weitaus leichter abfangen (gleicher einliefernder SMTP-Server) oder scheitern an Bulk-Mail-Limits der Freemailer.

    Oder hast Du gerade zufällig ein Botnet zur Hand?

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